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Reinigung und Pflege von Grabmalen aus Naturstein

Die Zeit hinterlässt Spuren, auch auf einem Grabmal. Nicht nur die Witterung, sondern auch Vogelkot, Herbstlaub oder der Bewuchs von Flechten können dem Grabmal auf Dauer schaden. Deswegen ist eine regelmäßige und materialgerechte Pflege wichtig.

Welche Natursteine werden für Grabmale verwendet?

Das Sortiment an Natursteinen ist sehr reichhaltig. Für Grabmale aus Naturstein werden in der Regel Marmor, Granit oder Sandstein verwendet.

Wie halte ich ein Grabmal aus Naturstein auf Dauer schön und gepflegt?

Die wichtigste Regel lautet: Schonen Sie die Materialoberfläche!

Scharfe Chemikalien oder säurehaltige Reiniger schaden den meisten Natursteinen. Harte Bürsten oder gar ein Hochdruckreiniger sind ebenfalls absolut ungeeignet.

Welche Unterschiede muss ich bei der Pflege beachten, um einem Grabmal aus Naturstein nicht zu schaden?

Marmor: Marmor ist ein marines Sedimentgestein und besteht hauptsächlich aus Kalziumcarbonat. Bei der Reinigung daher unbedingt auf kalklösende Mittel verzichten. Marmor ist besonders säureempfindlich. Auf der polierten Oberfläche können bereits kleine Spritzer Zitronensäure stumpfe Flecken hinterlassen.

Es gibt viele verschiedene Marmortypen, die sich in Farbe, Maserung und Schattierung sehr unterscheiden (z. B. Roter Verona, Weißer Carrara, Botticino oder Travertin). Bei der richtigen Pflege können Sie sich lange an der edlen Optik von Marmor erfreuen.

Granit: Granit ist vulkanischen Ursprungs und besteht hauptsächlich aus Silikaten.

Granit reagiert empfindlich auf Fette. Fette werden von einem Stein aus Granit absorbiert, da sie sich in der kristallinen Oberfläche zwischen den einzelnen Körnern festsetzen können und dann zu Flecken führen.

Auf säurehaltige Reiniger sollten Sie verzichten, auch wenn Granit nicht ganz so säureempfindlich ist, wie Marmor.

Granit zeichnet sich bei sachgerechter Pflege durch seine besondere Festigkeit und Haltbarkeit aus. Er hat eine vergleichbar hohe Eleganz wie Marmor, ist jedoch härter und kompakter.

Sandstein: Sandstein ist ein weiches Sedimentgestein. Seine Oberfläche hat eine poröse Struktur. Seine regelmäßige und sanfte Pflege ist wichtig, damit in die kleinen Hohlräume zwischen dem Sand kein Moos, keine Algen oder Flechten eindringen und wachsen können. Sandstein hat eine schlichtere Oberfläche als Marmor oder Granit. Wegen seiner natürlichen Ausstrahlung hat Sandstein jedoch eine ebenso charakteristische Anmut, wie Marmor oder Granit.

Wie reinige ich ein Grabmal aus Naturstein schonend?

Gehen Sie schrittweise und mit Bedacht vor:

  1. Groben Schmutz wie Geäst, Laub und Spinnweben entfernen.
  2. Verbleibenden Schmutz mit klarem Wasser anfeuchten – zum Beispiel aus der Gießkanne.
  3. Eingeweichten Schmutz mit einer weichen Bürste, einem weichen Schwamm oder einem Mikrofasertuch sanft entfernen. Für hartnäckigen Schmutz ausschließlich eine pH-neutrale Seifenlauge verwenden.
  4. Das Grabmal mit klarem Wasser abspülen. Es dürfen keine Seifenreste auf dem Stein verbleiben.
  5. Das Grabmal immer gut mit einem weichen Tuch trocknen, um Kalkflecken zu vermeiden.

Organische Flecken können hartnäckig sein. Hilfe leisten dann am besten spezielle Reiniger für Marmor, Granit oder Sandstein aus dem Fachhandel.

Kann ich statt eines Spezialreinigers auch auf Hausmittel zurückgreifen?

Einige Hausmittel helfen bei der Pflege von Natursteinen, andere können leider großen Schaden anrichten.

Kern-/Schmierseife (und Wasser) gegen allgemeinen Schmutz: Ist für alle Natursteine gut geeignet. Anwendung: nur pH-neutrale zusatzstofffreie Seifen verwenden und immer gründlich nachspülen.

Natron- oder Backpulverpaste gegen organische Verfärbungen und leichten Grünbelag: Ist für Granit gut geeignet, für Sandstein nur bedingt geeignet und für polierten Marmor absolut ungeeignet. Anwendung: nicht scheuern, sondern einwirken lassen und dann vorsichtig abtupfen.

Kartoffel- oder Maisstärke bei Fett- oder Ölflecken (z. B. von Wachs): Ist für Sandstein und Marmor gut geeignet bei frischen Flecken. Ist für Granit ungeeignet, da dieser Naturstein zu hart ist. Anwendung: Die Stärke aufstreuen, einwirken lassen und sanft abbürsten.

Essig- oder Zitronensäure gegen Kalk und mineralische Ablagerungen: Ist für alle Natursteine absolut ungeeignet, da die Säure die Oberfläche rau und stumpf macht und kalkhaltige Steine zersetzt.

Sie sind sich bei der Pflege unsicher? Wir beraten Sie gern.

Jeder Naturstein ist anders – und was dem einen Grabmal guttut, kann dem nächsten schaden. Wenn Sie nicht sicher sind, aus welchem Material Ihr Grabmal besteht oder welche Pflege dafür die richtige ist, sprechen Sie uns einfach an. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei Ihrem Stein achten sollten, und geben Ihnen gern eine ehrliche Empfehlung – damit Ihr Grabmal dauerhaft würdevoll und gepflegt bleibt.